DRK Hövelhof freut sich über Spende: Ehrenamtliche gestalten therapeutisches Reiten 
Friedhelm Vogelsang ist ein kräftiger Mann. Muss er auch. Denn bisher hat der 66-Jährige die Teilnehmer des therapeutischen Reitens für Behinderte immer per Muskelkraft auf den Rücken der Pferde gehoben. Obwohl er das auch weiterhin schaffen würde, hat er nun Hilfe bekommen. Denn das Hövelhofer DRK, das zweimal wöchentlich derartige Reitstunden in Kooperation mit dem Reit- und Fahrverein in der Reithalle in der Buschriege anbietet, verfügt nun — dank einer großzügigen Spende — über einen Deckenschwenklift. »Diese Investition hätte unser Ortsverein allein nie bewältigen können«, freut sich Vorsitzender Thomas Kubera über die Anschaffung des mehr als 5000 Euro teuren Gerätes, das den Beteiligten die Arbeit deutlich erleichtert. Zu verdanken haben die Hövelhof er diese großzügige Spende einer Veröffentlichung in einer bundesweit erscheinenden Zeitschrift des DRK. Darin wurde im Sommer 2009 über das Angebot des therapeutischen Reitens berichtet. Kurz darauf klingelte das Telefon und eine Dame aus Bad Segeberg wollte. wissen, ob und wie sie dieses Engagement unterstützen könne. Sie bot an, die Kosten für einen Lift zu übernehmen. »Sie schreckte auch nicht zurück, als ich ihr erzählt habe, dass ein solcher Lift rund 5000 Euro kostet«, freut sich der ehemalige Bundeswehrsoldat Friedhelm Vogelsang noch immer über das spontane Angebot, das die Hövelhofer gern angenommen haben. »Wir freuen uns immer über Menschen, die gern helfen möchten und können«, sagt auch Thomas Kubera. Seit 1986 bietet das Deutsche Rote Kreuz in Hövelhof Reitstunden für Menschen mit Behinderungen an. Zuvor, so erinnert sich der Vorsitzende, war ein privater Reitstall mit einem ähnlichen Angebot in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten. Davon erfuhr der ehemalige Vorsitzende Manfred Luchtenberg, selbst Mitglied des Reit- und Fahrvereins. Eine Abordnung beider Vereine nahm Kontakt zu dem Reitstall auf, die Idee des »Reitens für Behinderte« war geboren. Von Beginn an einer der Aktiven war und ist Friedhelm Vogelsang. Seither bietet das DRK zweimal wöchentlich Reitstunden in der Reithalle an. Jeweils eine halbe Stunde können Behinderte reiten, die Pferde werden von Mädchen des Reitvereins vorbereitet und geführt. »Das Reiten scheint sich sehr positiv auf die Teilnehmer auszuwirken«, hat Thomas Kubera beobachtet. Die Kinder seien nach dem Reiten oft viel gelassener und ausgeglichener als zuvor. Text: Heinz-Peter Manuel, Westfälisches Volksblatt |